Langzeitbelichtung

Langzeitbelichtung heißt, den Verschluss so lange offen zu lassen, dass Bewegung im Bild zu einer Spur wird: Wasser zu einer Fläche, Wolken zu Streifen, Passanten zu Schlieren. Bei Tageslicht geht das nur mit einem Graufilter – sonst ist das Bild weiß, bevor etwas fließt.

HMINSEKMS
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Stunden : Minuten : Sekunden : Millisekunden

Wo sie anfängt

Eine feste Grenze gibt es nicht. Praktisch beginnt Langzeitbelichtung dort, wo die Zeit länger ist, als man die Kamera halten kann – also etwa ab einer Dreißigstelsekunde bei Weitwinkel und ab einer Hundertfünfzigstel bei Tele. Ab da braucht es ein Stativ, und ab dem Stativ ändert sich die Arbeitsweise.

Bildwirkung entsteht meist erst ab einer halben Sekunde. Darunter wird Bewegung nur unscharf, darüber wird sie zur Form.

Was du brauchst

Der Ablauf am Motiv

Welche Zeit zu welchem Motiv

Ab 30 Sekunden: Bulb-Modus

Die längste eingebaute Verschlusszeit ist bei fast allen Kameras 30 Sekunden. Alles darüber läuft über den Bulb-Modus: Der Verschluss bleibt offen, solange der Auslöser gedrückt ist oder bis ein zweites Mal gedrückt wird. Die Zeit muss dabei jemand messen.

Ein Fernauslöser mit Zeitnahme übernimmt das, ein Timer im Telefon auch. Wichtig ist nur, dass die Messung nicht ausgeht, während der Verschluss offen steht – am anderen Ende hängt eine Aufnahme, die sich nicht wiederholen lässt, weil die Wolke weitergezogen ist.

Die häufigsten Fehler

Langzeitbelichtung ist weniger eine Frage der Ausrüstung als der Reihenfolge: messen, rechnen, Filter aufsetzen, auslösen. Wer die einhält, braucht dafür einen Graufilter, ein Stativ und etwas Geduld – nicht mehr.

Alle Werte stehen in der ND-Filter-Tabelle, häufige Fragen beantwortet das FAQ, und Welcher ND-Filter? führt vom Motiv zur Blendenstufe.