Vario-ND-Filter

Ein Vario-ND ist ein Graufilter, dessen Stärke sich am Ring verstellen lässt, meist von zwei bis fünf oder von sechs bis neun Blendenstufen. Statt drei Filtern liegt einer im Rucksack. Dafür macht er Dinge, die ein fester Filter nicht macht.

HMINSEKMS
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Wie er funktioniert

Im Inneren sitzen zwei Polarisationsfilter hintereinander. Dreht man den vorderen, verschiebt sich ihre Ausrichtung gegeneinander und es kommt weniger Licht durch. Das ist derselbe Effekt, mit dem ein Polfilter Spiegelungen löscht – nur hier als Dimmer benutzt.

Daraus folgt alles Weitere: Ein Vario-ND ist technisch kein Graufilter, sondern ein Polfilter-Paar. Er nimmt also auch Spiegelungen weg, ob man das will oder nicht.

Die drei bekannten Probleme

Wann er trotzdem die bessere Wahl ist

Wann ein fester Filter gewinnt

Bei Langzeitbelichtungen über eine Minute. Dort zählt jede optische Schwäche doppelt, der Farbstich steht lange im Bild, und das Kreuzmuster liegt genau in dem Stellbereich, den man dafür bräuchte. Für zehn Stufen und mehr ist ein einzelner ND1000 die saubere Lösung.

Auch beim Stapeln ist ein Vario-ND der falsche Partner: Zwei Polfilterpaare hintereinander ergeben Muster, die niemand vorhersagen kann. Wer kombinieren will, nimmt feste Filter.

Für Video ist der Vario-ND das richtige Werkzeug, für kurze Fotos ein bequemes. Für echte Langzeitbelichtung ist er es nicht. Wer beides macht, fährt mit einem Vario-ND für den Alltag und einem festen ND1000 für das Stativ am besten.

Alle Werte stehen in der ND-Filter-Tabelle, häufige Fragen beantwortet das FAQ, und Welcher ND-Filter? führt vom Motiv zur Blendenstufe.